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Eisenkraut - Eine der mächtigsten einheimischen Zauber - und Magiepflanzen.

Das ein- bis mehrjährige Eisenkraut hat einen harten vierkantigen Stängel, der meistens 30-50 cm, aber auch bis zu 80 cm hoch wird. Oberhalb der rauhen Blätter, die tiefe Einschnitte haben, wachsen dem Eisenkraut harte Seitenäste, an denen in Ähren winzige hellrosa Blüten von unten nach oben wachsen.
Das Eisenkraut stellt wenig Ansprüche an den Boden – es wächst tatsächlich auch auf Böden, auf denen sonst nicht viel wächst.
Schon in der Antike war es als mächtige Schutz- und Heilpflanze bekannt und ist Bestandteil vieler magischer und romantischer Zauber.  Es soll große Liebeskraft verleihen, als Amulett um den Hals getragen den Träger / die Trägerin bei allen Leuten beliebt machen, guten Schlaf und Träume fördern und wird zur Rituellen Reinigung verwendet.
Heutzutage wird das Eisenkraut kaum noch als Heilkraut eingesetzt, obwohl es immer noch eine wertvolle Heilpflanze ist und z.B. zur Wundbehandlung, bei Migräne und bei Schlafstörungen angewendet werden kann.

Steckbrief

Botanischer Name: Verbena officinalis
Pflanzenfamilie: Eisenkrautgewächse (Verbenaceae)
Volksnamen: Druidenkraut, Eisenbart, Eisenhart, Hahnenkopf, Heiligkraut, Isenkraut, Junotränen, Katzenblutkraut, Merkurblut, Richardskraut, Sagenkraut, Stahlkraut, Taubenkraut, Venusader, Verbena, Wundkraut
Vorkommen: Weltweit 
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Blüten, Samen, Stengel, Wurzeln
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Glykoside, Verbenalin, Verbenin - ein Alkaloid, Aucubin, Bitterstoffe, Alpha-Sitosterol, Gerbstoff, Gerbsäure, Kieselsäure
Sammelzeit: gesammelt wird das ganze Kraut zur Blütezeit (Juni - September), man trocknet es an der Luft, am besten gebündelt aufgehängt
Magische Entsprechungen: Schutz, Zauber
Heilwirkungen:  kräftigend, blutverbessernd, fiebersenkend, wundheilend, leberreinigend
 bei leichten Magenbeschwerden, Durchfällen, Appetitlosigkeit, Erkältungen, Husten; in der Volksheilkunde ergänzend auch bei unregelmäßiger Periode, rheumatischen Erkrankungen, Stoffwechselstörungen und schlecht heilenden Wunden; Eisenkraut ist auch Bestandteil von "Sinupret"
Kontraindikation:
Chakren:
Elemente: Erde
Planetenzuordnung: Venus
Sternzeichen: Jungfrau, Waage
Gottheiten: Diana, Kerridwen, Mars, Venus, Isis, Jupiter, Thor, Juno

Magische Wirkung

Die Gallier benutzen laut Plinius das Eisenkraut zum Wahrsagen. Wer sich damit salbt, erlangt damit alles, was er will.
Die Priester im alten Rom verwendeten das Eisenkraut, um die Altäre des Gottes Jupiter damit zu reinigen. Dazu wurden kleine Eisenkraut-Bündel hergestellt und die Altäre damit gefegt. 
Gemäß der Tradition wurden die Töchter von Druiden bei der Initiation mit Kronen aus Eisenkraut geschmückt - ein Zeichen für den erzielten Rang (wie alles, was mit den Druiden zu tun hat, muss dies aber mehr als poetisch gesehen werden und nicht als historische Tatsache).
Auch in den alten Kräuterbüchern wird fast überall auf die Zauberkraft des Eisenkrautes hingewiesen. Martin Luther wendet sich gegen die Leute, die die Sakramente schänden und Eisenkraut an die Kinder binden, wenn diese zur Taufe gebracht werden.
 Das Eisenkraut ist ein Wunschkraut für jedermann und jederfrau. Es hilft gegen Krankheiten und Beschwerden aller Art, schützt vor Schlangen und anderen giftigen Tieren, hilft Gespenster verjagen, unter seiner Mitwirkung findet man verlorenes und gestohlenes Gut.
Wenn jemand, den du kennst, dir etwas gestohlen hat, trage Eisenkraut, wenn du ihn damit konfrontierst. Er wird dir im Handumdrehen dein Eigentum zurück geben.
 Es hat die Kraft, alle Schlösser zu öffnen und Fesseln zu sprengen.
 Im Liebeszauber "hilft es sehr, dass dir die Frawen werden hold, doch brauch kein eisen, grabs mit goldt."
 Es soll große Liebeskraft verleihen (den Penis hart wie Eisen machen) und - als Amulett um den Hals getragen - den Träger / die Trägerin bei allen Leuten beliebt machen.
 Eisenkraut, den Kindern in das erste Bad getan, macht sie "stark wie Eisen", wenn man es ihnen in einem Säckchen um den Hals hängt, hilft es gegen schmerzhaftes Zahnen und gegen das Beschreien durch Hexen und "Menschen mit dem bösen Blick".
 Die Hexen sollen es in die Hexensalbe gegeben haben und zum "Gewitterbrauen" verwendet haben.
Jeder Teil der Pflanze kann als persönliches Amulett getragen werden. Hat man Eisenkraut irgendwo daheim liegen, beschützt er vor Blitz und Stürmen. 
Ein Eisenkraut-Aufguss, der rund ums Grundstück versprenkelt wird, vertreibt böse Geister und bösartige Energien. 
Eisenkraut wird auch zu Exorzismus Räucherungen und Gemischen zum Besprengen hinzu gefügt. Es ist auch gebräuchlich für Kräutersäckchen, die zur Reinigung verwendet werden und auch in Badezusätzen. 
Das getrocknete Kraut wird rund ums Haus verstreut, um den Frieden herzustellen und wird getragen, um Emotionen zu beruhigen. 
Eisenkraut wird bei Geld- und Fruchtbarkeitszaubern verwendet. Wird das Kraut im Garten vergraben oder ins Haus gelegt, wird der Wohlstand kommen und die Pflanzen gedeihen. 
Das Eisenkraut wird auch getragen, um die ewige Jugend zu gewährleisten. Wird er ins Bett gelegt, um den Hals gehängt oder als Aufguss vor dem Schlafengehen getrunken, sorgt er dafür, dass den Schläfer keine Träume stören. 
Eisenkraut kann auch verwendet werden, um den Prozess des Träumens zu verlängern. Man kann ihn zum Beispiel verwenden, wenn man auf eine Traumsuche (Quest) geht. In der Folklore steht über das Eisenkraut geschrieben, dass man über seine zukünftige Liebe träumen wird, aber das Eisenkraut ist weitaus nützlicher, wenn man es in Ritualen verwendet, um die hellseherischen Fähigkeiten zu erweitern. Die Pawnee-Indianer verwendeten es, um ihre Traumfähigkeiten zu fördern.
Wenn man mit dem Kraut arbeitet, erhält man ein besseres Verständnis des Mysteriums der Unsterblichkeit. Wenn man seinen Altar segnet, gibt es kein besseres Kraut als das Eisenkraut. Es wird auch verwendet, um magische Zauberstäbe, Kelche und Weihrauchgefäße zu segnen und ist ein wundervoller Aspergillum (Weihwedel).
Schon seit langer Zeit wird Eisenkraut dafür verwendet, Leute gegen negative Emotionen und gegen das Gefühl, dass das Leben eine Last ist, zu schützen. Vor allem bei den Kelten war diese Eigenschaft bekannt. 
Auch heute wird es in vielen Zaubersprüchen, Formeln und bei Amuletten benutzt, die den Praktizierenden vor verschiedenen Arten der Negation, sowohl innerlich als auch äußerlich, schützen sollen. Oft wird es auch empfohlen, um auch negative Energien umzukehren.
Angeblich sollen in früherer Zeit die Magier des alten Persien Bündel des Krautes gesammelt haben, um diese noch vor Sonnenaufgang in Vorbereitung auf den spirituellen und magischen Tag aufzustellen. Auch heute noch findet man eine Verbindung von Eisenkraut mit der Sonne - es wird empfohlen, das Kraut an Mittsommer zu sammeln und es gemeinsam mit dem vom Vorjahr getrockneten Eisenkraut ins Mittsommer-Feuer zu werfen. 
Traditionell wird Eisenkraut an Mittsommer oder beim Aufgang des Hundssterns (Sirius) gepflückt, wenn weder die Sonne noch der Mond am Himmel zu sehen sind - aber das ist nicht notwendig.
Eisenkraut ist ein Kraut der Poeten, Sänger und Barden. Man sollte am Besten frisch schneiden und beim Auftritt bei sich tragen - dann wirkt es besonders stark. Es verstärkt die Fähigkeiten des Artisten und inspiriert die Kunst. Eisenkraut ist auch ein sehr wertvolles Kraut für den Neuling auf jeglichem magischen Weg.

Heilwirkungen

Eigenschaften: adstringierend, anregend, antibakteriell, blutreinigend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, schmerzstillend, schweißtreibend, tonisierend
Atemwegserkrankungen: Bronchitis, Husten, Keuchhusten, Katarrhe der oberen Luftwege, Halsschmerzen, Mandelentzündung, Fieber
Erkrankungen des Verdauungssystems: Verdauungsschwäche, Sodbrennen, Gallenschwäche, Leberschwäche
Stoffwechselerkrankungen: Milzerkrankungen, Rheuma, Gicht, Blut verdünnend, Blutarmut, Schwächezustände, Ödeme
Harnwegserkrankungen: Blasensteine, Nierensteine
Frauenheilkunde: Menstruationsfördernd, Menstruationszyklus regelnd, milchbildend, Wechseljahrsbeschwerden
Erkrankungen des Nervensystems: Nervenschwäche, Nervosität, Migräne, Augenentzündungen
Erkrankungen der Haut: Wunden, schlecht heilende Wunden, Furunkel, Ekzeme, Geschwüre, Schnittwunden, leichte Brandwunden, blaue Flecken

Anwendung

Innerliche Anwendung als Tee oder Tinktur

Gegen Erkältungskrankheiten, Stärkung der Verdauungsorgane und des Stoffwechsels, Stärkung der Nerven, gegen Migräne, Regulierung des Periodenzyklus, Menstruations- und Wechseljahrsbeschwerden angewandt. 
Für einen Eisenkraut-Tee nimmt man zwei Teelöffel des getrockneten oder frischen Krautes und übergießt dieses mit 150 Milliliter kochendem Wasser. Fünf Minuten ziehen lassen, dann abseihen und schluckweise trinken. 

Äußerliche Anwendung als Umschlag

Zr Behandlung von Wunden, Ekzemen und Geschwüren.

Räucherungen mit Eisenkraut:

 Sie eignen sich, um innere Stärke wiederzufinden oder neu zu entwickeln, es hilft in Zeiten von großer Erschöpfung, wenn man sich wie ausgelaugt fühlt. Es wirkt stärkend und zentrierend, wenn man von Gefühlen überschwemmt wird. Als Räucherung ist es ein gutes Mittel, um einen Schock zu mildern. Es soll einen guten Schlaf und Träume zur Lösung von Problemen hervorbringen.

Quellen

http://www.kraeuterarchiv.de/kraeuter-detail/items/eisenkraut.html
http://www.gardnerian.de/pflanzen/eisenkraut.htm

Weiteres Material
Die Sonne hat an Litha ihren Zenith - den höchsten Punkt erreicht! An diesem Tag im Jahr ist der Tag am längsten und die Nacht am kürzesten. Ab diesem Zeitpunkt werden die Nächte wieder länger. Die Sonne vertieft ihre Bahn, damit werden die Tage kürzer, aber auch heißer - der Hochsommer beginnt. Wir Sommernächte werden jetzt auch warm und laden für Aktivitäten ein. Wir können uns jetzt vom Sommer verabschieden. Die Sommersonnenwende ist der Beginn der Feierlichkeiten zum Ende des Sommers, obwohl der Hochsommer noch bevor steht. Der ewige Kreislauf des Lebens bekommt zur Sonnenwende die gebührende Achtung geboten: Bräuche und Rituale um und mit dem Rad stehen im Mittelpunkt der Feierlichkeiten. Hexen feiern mit Gesängen und mit Tänzen um das Feuerrad die Sonne und das Leben. Die jungen Hexen die noch nicht zu BELTANE ihre Weihe erhalten haben werden jetzt geweiht. Die Hexen entfachen große Feuer in Kreisform und tanzen darum, darin, und durch das Feuer. Es wird dieser prächtige Tag mit allem was die Hexenköche zu bieten hat gefeiert bis zum Sonnenaufgang und darüber hinaus. Die Mittsommerfeuer stellen ein Opfer für die Sonne dar, und symbolisiert gleichzeitig deren Macht. Diese Sonnenwendfeuer werden mit Eichenlaub und Geäst entfacht, welches den Donnergöttern heilig ist. Litha ist ein geeigneter Tag für Rituale und Zauber. Schönheits- und Liebeszauber, Glücks- und Kraftzauber und auch andere Zauberrituale können jetzt ihre volle Kraft entfalten. Der Tanz um das Feuerrad ist ein uraltes Ritual, wobei das Rad in einem weiten dünnen Kreis angelegt wird, in dessen Mitte die Hexen ihren Tanz beginnen, um das Feuerrad tanzend zu überschreiten und ihn von Außen fortzuführen. Opfergaben werden derweil dem Feuer zum Verzehr angeboten, das sind vor Allem: Blüten, Kräuter, Gewürze, und Früchte. Ganz wichtig ist dabei der schwarze Holunder. Von dieser Pflanze werden Wurzeln, Rinde, Blätter, Zweige und Beeren dem Feuer zugegeben. Liebespaare übertanzen den Feuerkreis und werfen Blumen und Wunschzettel in die Flammen. Die Asche der Sommersonnenwendfeuer wird auf die umliegenden Felder verteilt, damit sie fruchtbarer werden.