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Bau einer Schwitzhütte

Wer bei sich zu Hause z.B. zu einem besonderen Anlass mit Freunden oder der Familie eine Schwitzhüttenzeremonie erlebenmöchte, kann mich gerne einladen, den Bau der Schwitzhütte zu begleiten und die Zeremonie zu leiten.

Anforderungen an den Platz

Der Platz für die Schwitzhütte sollte folgende Bedingungen erfüllen:
• Möglichst ebene Fläche
• Ca. 6 m breit
• Mind. 12 m lang, besser 15 m, in Ost-West-Ausrichtung
• Am Westende wird die Feuerstelle sein;
diese muss ausreichenden Abstand zu Gebäuden und Wald haben.

Benötigte Materialien und Werkzeuge

Für den Schwitzhüttenbau brauchen wir:
• Eine Quelle für Weiten- (bevorzugt) oder Hasel-Ruten.
Es werden ca. 24 bis 26 gerade, mind. 3,5 m lange frische Ruten benötigt, die erst am Tag des Baus geschnitten werden.
• Zum Schneiden der Ruten eine Astschere und -säge .
• Spaten und Schaufel zum Ausheben der Mulde.
• Wenn der Boden sehr hart ist, benötigen wir eine Spitzhacke, eine Eisenstange und einen schweren (Vorschlag-)Hammer.
(Das Werkzeug können wir bei Bedarf mitbringen.)

Vorbereitung

Ruten schneiden: Wir brauchen 24 frische Weiden- oder Hasel-Ruten, die sehr grade sein müssen. Die Länge hängt vom Durchmesser der Schwitzhütte ab; für eine Hütte mit 3,5 m Durchmesser müssen sie 4,5 m lang sein. Je nachdem, wie weit die Sträucher vom Platz entfernt sind, müssen für diese Arbeit mind. 2 Stunden eingeplant werden. Die Ruten sollten frühestens am Tag vor dem Bau geschnitten werden.
Platz vorbereiten: Die gesamte Fläche soll gemäht und frei von herumliegenden Gegenständen sein. Dann werden die Hauptpunkte markiert, die Mittelpunkte der Schwitzhütte, des Altars und der Feuerstelle, die auf einer Linie in Ost-West-Richtung liegen. Besonders sorgfältig müssen dann die Punkte für die 16 Ruten des Schwitzhüttengerüstes ermittelt und markiert werden. Für diese Arbeiten sollten ebenfalls insgesamt 2 Stunden veranschlagt werden.

Bau der Hütte

Nun wird in der Mitte der künftigen Schwitzhütte eine ca. 60 bis 80 cm große Mulde ungefähr eine Spatentiefe für die heißen Steine ausgehoben. Die Erde wird etwa einen Meter vor dem Eingang als Altar aufgehäuft. Es ist gut, diesen kleinen Hügel mit größeren Kieselsteinen einzufassen.
Die 16 Ruten für die Kuppel werden nun etwas schräg nach außen geneigt an den markierten Positionen ca. 30 cm in den Boden gesteckt. Dann werden jeweils zwei gegenüberliegende Ruten langsam zur Mitte gebogen. Damit sie dabei nicht aus dem Boden rutschen ist es gut, ein Bein leicht gebeugt direkt an die Rute zu stellen und diese dann über den Oberschenkel zu biegen. Lass Dir dabei viel Zeit, damit sie nicht bricht.
Wir beginnen mit den beiden Bögen in Ost-West-Richtung rechts und links vom Eingang.
Wenn die beiden Ruten schon gut gebogen sind und sich in der Mitte kreuzen, greifen zwei Helfer jeweils eine Rute und winden sie umeinander. Dabei die Ruten zusammenziehen, bis ein gleichmäßiger Bogen entstanden ist, der ca. 20 cm flacher ist, als die fertige Hütte sein soll – erfahrungsgemäß hebt sich die Kuppel bis zur Fertigstellung wieder etwas.
Die so verflochtenen Ruten werden mit einigen Bändern – z.B. schmalen Streifen roten Baumwollstoffs – fixiert.
Es folgen die beiden Nord-Süd-Bögen und schließlich die vier Diagonalen Bögen.
Anschließend werden mit dünneren Ruten jeweils in 1/3 und 2/3 der Höhe zwei horizontale Ringe an die Bögen gebunden. Der untere Ring beginnt an der linken Eingangsrute und endet an der rechten. Der obere geht ganz herum und bestimmt die Höhe des Eingangs.
Zuletzt wird noch mit einer dünnen Rute der Bogen des Eingangs angebracht.
In die Mitte des Altars wird ein (Kirsch-)Ast gesteckt, der ca. 1,5 bis 2 m lang sein und in ca. 1 m Höhe eine Gabelung aufweisen sollte.

Was wir für die Zeremonie brauchen

• Ca. 1 ½ Raummeter Brennholz (Meterscheite gespalten, ca. 2/3 Hartholz wie Buche und 1/3 Weichholz wie Fichte)
• 40 Steine – Basalt, Granit, Gneis oder Lavagestein; mind. So groß wie eine Kokosnuss, lieber doppelt so groß! Nicht geeignet sind Sandsteine und alle Steine mit Kalkeinschlüssen, weil diese im Feuer und beim Aufgießen von Wasser springen und Verletzungsgefahr besteht!
• Für das Spirit-Food:
- 250 g rote Trauben
- 250 g Mais, Frisch oder aus dem Glas
- 250 g mageres Rauchfleisch oder mageren Speck
- 4 Holzschalen (ca. 10-15 cm)
• 20 bis 30 Wolldecken – je nach Größe der Hütte (kein Kunststoff!), evt. Noch Zeltplanen oder weitere Wolldecken für eine dritte Lage.
• Wasserkanister für insgesamt 50 l.
• Mistgabel, Harke und Schaufel
Decken, Planen, Holzschalen, Wasserkanister und Werkzeug können wir mitbringen.

Zeitaufwand

  • ca. 2 Stunden für das Schneiden der Ruten.
    ca. 2 Stunden für das Festlegen und Markieren der Punkte für die Ruten.
  • 3 bis 4 Stunden für den Bau der Hütte.

Energieausgleich

Für meine spirituellen Zeremonien und Seminare gibt es keine festen Honorare. Wer für das Erlebte und Erfahrene gerne etwas geben möchte, tut dies nach eigenem Ermessen und seinen Möglichkeiten. Die Kosten für das Material (ca. 100 €) werden auf die Teilnehmer umgelegt.
Freie Kost und Logis für meine Partnerin.
Erstattung der Fahrtkosten .