Kraft, Ausstrahlung, Atmosphäre, Stimmung ... ein ganz besonderer Ort – ihm scheint ein besonderer „Geist“ inne zu wohnen, der wenn man so will, seelisch wirksam ist und diesen Ort über den Zustand des reinen ästhetisch-schönen hinaus und heraus hebt – der GENIUS LOCI.
Der lateinische Begriff genius loci bedeutet wörtlich übersetzt „der Geist des Ortes“.
Die anfängliche Genius-Loci-Vorstellung wird verständlich vor dem Hintergrund, dass der damalige Mensch in seiner archaisch- mythischen Welt noch kein klares ICH ausgebildet hatte und sich von seiner ihm umgebenden Umwelt noch nicht in dem Rahmen gelöst hatte wie wir der heute Mensch. In dieser Zeit ordnete sich der Mensch mehr der Natur bzw. den beseelten und damit numinosen, durch göttliches Walten und Wirken gestalteten Orten unter.
In der römischen Antike bezog sich der Begriff neben religiösen Orten wie Tempeln und Kultplätzen auch auf profane Bereiche wie Provinzen, Städte, Plätze, Bauwerke oder einzelne Räume innerhalb dieser Bauten.
In der Tradition des monotheistischen Christentums wird der Begriff Geist allerdings anders definiert, und zwar als eine nicht genau zu bestimmende Spiritualität. In diesem Sinne bezeichnet er die geistige Atmosphäre eines Ortes, die durch den Geist der Menschen geprägt ist, die sich dort aufgehalten haben oder noch aufhalten. Und auch die Lage und Umgebung des Ortes prägen den genius loci.
Diese energetischen Schwingungsmuster sind im Boden, den Mauern, den Möbeln und anderen Gegenständen und schließlich auch im Informationsfeld des Ortes gespeichert.
Manche Häuser stehen schon Jahrzehnte oder Jahrhunderte, niemand weiß mehr genau, was alles in solch einem Haus geschehen ist – vielleicht sind Menschen gestorben oder es hat Streit und Unfrieden gegeben.
Wenn die Seele eines Verstorbenen noch am Ort ist, kann sich dies auf vielerlei Weise bemerkbar machen:
• Schlechter Schlaf, häufige Alpträume
• Wahrnehmung von Stimmen oder Geräuschen wie Schritte, Türgeräusche, Möbelscharren, Atmen.
• Das Gefühl, beobachtet zu werden.
• Empfinden von unangenehmen Emotionen.
• Wahrnehmung von Schatten, die nicht durch Raumbeleuchtung erklärt werden können
• das Gefühl, berührt zu werden oder die Wahrnehmung eines Luftzuges, als würde jemand vorbeigehen
• Haustiere verhalten sich seltsam
• Gegenstände wie Bücher und Schlüssel verschwinden geheimnisvoll und erscheinen wieder
• Elektrische Geräte schalten sich ohne offensichtlichen Grund ein und aus, Glühlampen zerplatzen
• Gegenstände bewegen sich von alleine
Zur Vorbereitung auf die Reinigung werden zunächst Informationen gesammelt:
In der Schamanischen Reise kläre ich nun, ob noch weitere Einflüsse vorliegen, die dem Klienten nicht bekannt waren, welche der Einflüsse die Beeinträchtigungen verursachen und wie Abhilfe geschaffen werden kann.
Der nächste Schritt ist dann die Wahrnehmung der energie vor Ort.
Das energetische Reinigen von Orten und Räumen ist als feste Zeremonie in vielen Kulturen seit jeher ein sehr wichtiger Teil der spirituellen Tradition. Dabei werden unerwünschte und belastende Energien, wo immer sie auch herkommen, entfernt, um Platz zu schaffen für Qualitäten wie Harmonie, Leichtigkeit, Lebensfreude und Selbstvertrauen.
Die von mir bei der Hausreinigung hauptsächlich verwendeten „Werkzeuge“ sind Trommel, Rassel und Räucherwerk. Je nach Situation können auch andere Instrumente wie z.B. Klangschale und Zimbel zum Einsatz kommen. Den Abschluss bildet immer eine Pfeifenzeremonie.
Meistens ist es gut, wenn alle, die den Raum, die Wohnung, das Gebäude oder den Platz bewohnen oder regelmäßig nutzen bei der Reinigungszeremonie anwesend sind.
Nach der Reinigung wird noch ein energetischer Schutz aufgebaut, um das Ganze nachhaltig zu gestalten. Dazu kann es unter Umständen nötig sein, Kraftobjekte zu platzieren.