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Kelten

Lugnasad / Lammas / Maria Himmelfahrt

Der August ist der Monat der Erfüllung, der ersten Ernte des Jahres, der Manifestation von Überfluss. Die Zeit im August bis zum Einbringen der Ernte war eine ganz existentielle Zeit, da die Ernte vor Dürre, Gewitter, Schädlingen, Brand usw. geschützt werden musste.
Lugnasad (gesprochen: Luu-na-sah) bedeutet "Hochzeit des Lichts". Unter der Lichthochzeit muss eine Lichtver­bindung zwischen Himmel und Erde, Kosmos und Erde verstanden worden sein. Am Höhepunkt der Weihehandlung muss ein sichtbarer Energieübertritt erfolgt sein, ein oder mehrere Licht­blitze, die von der Erde zum Himmel auffuhren, eine "Himmelfahrt" im wahrsten Sinn des Wortes. Vielleicht eine stehende Licht-Säule. Jedenfalls ein großartiges Schauspiel des Lichts, das alle beeindruckt haben muss.

Litha – Die Sommersonnenwende / Mittsommer / Johannis / Alban Hevin

Am 21. Juni, dem längsten Tag, brennen alljährlich wieder die Sonnenwendfeuer. Die Zusammenkunft an besonderen Plätzen im Freien erfreut sich wieder großer Beliebtheit. Das Bewusstsein, dass die Tage ab jetzt wieder kürzer werden, ist zwar noch nicht so stark, wir lernen aber dadurch, dass der Kreis sich schließt, aus Licht wird wieder Dunkel­heit und umgekehrt. Die Sonnenwende soll auch für uns eine Wende sein in der wir die Missstände vergessen und der Zukunft optimistisch entgegensehen.

Beltane - Walpurgis - Siegesfest der Sonne

Mit dem 1. Mai beginnt bei den Kelten das Sommerhalbjahr. Das Fest der Maikönigin Walpurga wird in der letzten Nacht der dunklen Jahreshälfte gefeiert. In dieser Nacht öffnen sich die Türen zur Anderswelt, und die Schleier zwischen den Welten werden dünn.

Ostara - Die Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche und das Osterfest

... Das Osterfest ist ein uraltes Frühlingsanfangs­fest und zugleich ein Mondfest. Das christliche Fest bekam erst im Mittelalter den Namen "Ostern", althochdeutsch "Ostarun", abgeleitet von der Frühlingsgöttin "Ostara" oder auch "Eostre", dem angelsächsischen Namen der teutonischen Göttin der Morgenröte, des Frühlings und der Fruchtbarkeit, der Braut des jungen Maigrafen (Freyr – Freyja). Von der alten Sprach- und Lautgeschichte her, die auch mit der Runensprache verbunden ist, besteht "Os-tara" aus zwei Silben. "Os" ist Mund-Schoß-Erde-Geburt-Entstehung. Und "tar" bedeutet zeugen. Ostara bedeutet also Erd-Zeugung im Frühling.

Die Rauhnächte/Rauchnächte

Die Wintersonnwende wurde von den Vorfahren, den Kelten oder auch Germanen nicht nur in einer Nacht gefeiert. Die Feier ging eigentlich 12 Nächte lang (Rauhnächte). Aus christlicher Sicht handelt es sich um die zwölf Nächte zwischen Weihnacht und Dreikönig, dem neuen und dem alten Geburtstag Christi. Genaugenommen sind es aber jene zwölf Tage und Nächte, die zwischen dem Mondjahr mit 354 Tagen und dem Sonnenjahr mit 366 Tagen liegen ? daher spricht man auch von der "Zeit zwischen den Jahren". Es gibt aber auch die Variante von 13 Rauh­nächten, weil man davon ausgehen kann, dass die alten keltischen Stämme sich nach dem Mond richteten und 13 Mondmonate hatten.

Imbolc - Lichtmess

In der Nacht vom 1. Februar auf den 2. Februar wird LICHTMESS gefeiert, das keltische IMBOLC oder auch das Fest der BRIGID. Obgleich die Natur noch in winterlicher Starre verharrt, werden die Tage schon merklich länger, und unmerklich steigt bereits der Saft in die Bäume. Die Sonne geht jeden Tag ein bisschen früher auf und kommt schon wieder über manche Berggipfel. Auch abends ist es länger hell.

Jul - Die Winter-Sonnenwende, Weihnachten und die Rauhnächte

Die Wintersonnwende am 21. Dezember ist eine der heiligsten Sonnenfeiern. In der längsten Nacht des Jahres (Mutternacht) scheint uns die Sonne ganz zu verlassen. Zu diesem Zeitpunkt tiefster Dunkelheit werden jedoch das Licht und das Jahr wiedergeboren. Die Wintersonnenwende macht uns symbolisch klar, dass selbst in der dunkelsten Nacht noch im Inneren ein Stern, ein Licht leuchtet, das wir wahrnehmen können, wenn wir nur bereit sind, unsere inneren Augen dafür zu öffnen.
Jul ist ein großes, mit viel Freude verbundenes Fest, bei dem rituell das Ende der Trauer über den scheinbaren Tod des Lichtes gefeiert wird. Die Druiden laden Geist­wesen, Ahnen und Götter ein, die mitfeiern und teilhaben sollen am „Licht Arthurs“.

Samhain - Das keltische Silvesterfest (Halloween/Allerheiligen)

Samhain, der 31. Oktober, ist der Vorabend zu Allerheiligen. Allerheiligen kommt in der Übersetzung Halloween gleich (All Hallows Eve). Samhain ist das Silvester der Kelten, der Vorabend des Beginns der sogenannten Jahresnacht, das Winterhalbjahr. Es war die Nacht, die den Übergang vom alten ins neue Jahr symbolisierte. Diese Nacht stellt einen freien Raum dar zwischen dem Alten und dem Neuen. In solchen Zwischenräumen ist alles möglich. Die Wände zwischen den Welten werden besonders dünn oder lösen sich auf.
Diese Übergänge von einem Zwischenraum zum anderen gleichen einem Niemandsland, wo weder Ordnung noch Gesetz herrschen. Man könnte sie auch als "wirbelndes Chaos" bezeichnen, in denen die Jenseitigen die Menschenwelt besuchen und andererseits die Menschen mit Hilfe von Rausch, Trance oder Ekstase leichter mit der sogenannten "Anderswelt" verkehren können.

Mabon - Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche

Eigentlich ist es ein großes Ernte­dankfest. Der Beginn der Jahreshälfte, wo die Nächte wieder länger werden und die Tage kürzer. Die Sonne ver­steckt sich sozusagen bis zum 21. Dezember zur Wintersonnwende, wo sie wieder zurückkommt. Mit dem Erntedank verband sich früher auch die Ehrerbietung an die Ahnen und die Besänftigung der dämonischen Kräfte. Die besten Früchte der Ernte wurden den Göttern, den Ahnen oder der Natur geopfert. Damit verliehen sie der Bitte Ausdruck, dass das nächste Jahr ebenfalls wieder fruchtbar werden möge.

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